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Sehenswürdigkeiten

Gebirge

Wer im Oman Urlaub macht, kann in den Gebirgszügen abenteuerliche Exkursionen unternehmen. Zwischen den steilen Felsen des Hajar-Gebirges im Norden des Omans senken sich tiefe Schluchten mit ihren Wadis, die oft ausgetrocknet sind und zu Jeep-Pisten werden. Der westliche Teil des Höhenzuges erhebt sich bis 3000 Meter über den Meeresspiegel. Dort, in den Fels-Giganten des „Dschabal al-Ajdar“, erhebt sich der höchste Berg des Omans, der „Dschabal Shams“. Seine genaue Höhe ist gar nicht bekannt. Das zeigt, dass die Region noch vergleichsweise wenig erforscht ist. Eine breite und tiefe Schneise unterbricht das Hajar-Gebirge und führt zum östlichen Teil der Berglandschaft hinüber. Das „Hadjar- ash-Sharci“ erreicht mit einer Höhe von 1500 Metern nicht ganz die Dimension des übrigen Hajar. Es umschließt eine Tiefebene, in der es bei wolkenbruchartigen Regenfällen tatsächlich zu katastrophalen Überschwemmungen kommen kann. Der trockene Boden nimmt das Wasser nicht auf, das dann vieles mit sich reißt. Schließlich sind die Wassermassen aber genauso schnell wieder verschwunden wie sie kamen. Doch auch im Süden sind beeindruckende Gebirge ein beliebtes Ziel für Touristen, die in den Oman Reisen unternehmen. Das „Djabal Qarar“ bildet das Hinterland bei Salalah. In der verlassenen Bergwelt des teils bewaldeten Monsun-Gürtels leben sogar noch Leoparden.

Wadis und Oasen

Mit dem Jeep geht es über Schotterpisten, durch Wüsten und schließlich in die Bergschluchten der Wadis. In den Tälern sind die Ausflügler überrascht von den fruchtbaren und wasserreichen Landstrichen, in denen einsame Oasen zum Vorschein kommen. Von Muscat aus startet eine Tour zum Erdfallsee „Skinkhole“. Hier ist es allerdings Meerwasser, das nahe der Küste ein türkisfarbenes Auge in der Landschaft entstehen ließ. Reines Süßwasser begrünt das Tal des „Wadi Shab“. Senkrecht rahmen die Felswände das kühle Nass ein. Die hier wachsenden Palmen müssen sich dicht an die Bergmauern zwängen. Bepackte Esel sind wenig störrisch, wenn sie an flachen Stellen den erfrischenden Fluss überqueren sollen. Unweit des Wadi Shab führt die Safari zum Wadi Tiwi. Obstbäume schmücken das Tal, an dessen Berghängen Kletterer emporsteigen, um das Panorama zu bewundern. Das lebensspendende Wasser fließt nicht in allen Wadis ganzjährig durchs Tal. Im Inneren von Oman im Tal des Dorfes Badaa jedoch bringen alle Jahreszeiten Wasser mit sich. Hier, im „Wadi Bani Khalid“ sprudeln die Quellen von Hamouda, Dawwah und Sarooj. Im Gestein der Bergwände öffnen sich Höhlen in wohltuend schattige Felsendome. Dazu gehören auch die „Kahf Maqal“. In der Höhle verbergen sich unterirdische Kammern des Sultans.

Architektur

Einmalig im arabischen Raum ist das omanische System der Wasserkanäle. Diese „Afladsch“ sind steinerne Rinnen, deren Konstruktionen teils bis zu 1500 Jahre alt sind. Tausende dieser altertümlichen Wasserleitungen speisen sich aus Wadis, Quellen oder Brunnen und sind heute wieder verstärkt im Gebrauch. Die moderne Wasserförderung erwies sich als untragbar, weil der Grundwasserspiegel auf einen problematischen Pegel absank. Märchenhafte Burgen und Paläste bereichern das Panorama der größeren Städte im ganzen Land. Mit Macht warnte die gewaltige Festung „Hisn Tamah“ vor einem Angriff auf die Stadt Balah. Dort im Djabal al-Ajdar-Gebirge errichteten die Untertanen der Nabhani-Dynastie im 17. Jahrhundert den Wehrbau. Wahrscheinlich wollten sie sich damit vor der Fremdherrschaft der Portugiesen schützen. Das luxuriöse „Schloss Jabrin“ des Sultans bin Saif Al Yaárubi ist heute als Museum eingerichtet. Weit ins Land schauen die Besucher von den Zinnen herab. Die Portugiesen drückten oft den alten arabischen Festungen ihren eigenen Stempel auf. So bauten sie die Festungen vor Muscat nach ihren Vorstellungen aus. Daher sind die Burgen „Jalin“ und „Mirani“ keine original omanischen Kreationen. Trotzdem wandelte Sultan Qabus die Festungen in ein Museum um. Als Wahrzeichen Omans gelten allerdings die Bauten der modernen Architektur. Allen voran die „Weihrauchschale“ an der Hafeneinfahrt von Muscat. Wie ein riesiger Kelch leuchtet der weiße Turm vor dem Hintergrund der dunkelbraunen Berge hervor. Der Telecom-Tower in der Nachbarstadt Ruwi wird nachts in buntes Licht getaucht und macht so der Moschee Konkurrenz. Die größten Moscheen des Landes sind moderne Bauten. Pompös und dem altarabischen Stil angelehnt, erscheinen sie fast wie historische Klerikal-Monumente. Eine Besichtigungstour endet für die Urlauber meistens auf dem Gelände.