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Sur

An der Küste der Provinz Al Shariqiyah umgibt die alte Hafenstadt Sur eine Lagune. Bevor der Suezkanal existierte, war Sur ein bedeutendes Handelszentrum. Hier machten die Daus Leinen los, wenn die Seeleute gen Osten über den Golf und auf den Indischen Ozean fuhren. Die traditionellen Segelschiffe entstanden in den Werkstätten der Küstenstadt. Die Zimmerer entwickelten ihre Daus von schmalen Küstenbooten zu hochseetauglichen Frachtkähnen. Der Hafen ist heute eine beschauliche Anlegestelle für kleine Fischerboote. Über den Ausgang der Lagune spannt sich die „Al Ayjah-Brücke“, die das Zentrum mit dem östlichen Stadtteil verbindet. Von der Herrschaft der Portugiesen zeugt heute noch das alte Fort in der Stadt. Trutzig steht daneben die moderne Moschee. An der Küste reihen sich die Wehrtürme des Kolonialzeitalters auf, deren Besatzungen das Meer mit Fernrohren nach ankommenden Feinden absuchten. Sur ist wenig touristisch erschlossen, wirkt etwas pragmatisch, aber ist dennoch reizvoll, weil eben nichts „überkandidelt“ erscheint. Der „Suq“ als traditioneller Markt der Araber bietet neben dem ortstypischen Angebot an Obst und Gemüse auch den obligatorischen Fisch und andere Meeresfrüchte. In der Lagune schnappen Flamingos nach Krebschen und am nahegelegen Strand kann der Besucher vielleicht eine Schildkrötenmutter beobachten, die gerade ein Loch für die Eiablage schaufelt.