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Musandam

Die Halbinsel Musandam ist vom übrigen Territorium Omans abgeschnitten. Ein Korridor der Vereinigten Arabischen Emirate trennt die Exklave vom Staatsgebiet des Sultanates. Dort im äußersten Nord-Osten Omans schnürt Musandam die Straße von Hormuz auf eine Breite von knapp 60 Kilometer ein. Geopolitisch ist die Lage der Halbinsel daher von erheblicher Bedeutung. Schon die Portugiesen errichteten hier im 17. Jahrhundert eine Festung in Caçapo, deren Rundturm noch heute von der Kolonialgeschichte erzählt. 1930 waren es die Briten, die hier ihre Ziele durchsetzten und die Stadt Al-Chasab tagelang von Schlachtschiffen aus beschossen. Das Sultanat ist heute ein Bündnispartner des Westens und unterhält auf Musandam einen Militärstützpunkt. Die NATO, allen voran die USA, leisten natürlich jede erdenkliche militärische Unterstützung. Die zerklüfteten Klippen Musandams bilden ein verwirrendes Labyrinth. Die bizarre Steilküste brachte der Halbinsel auch den Namen „Norwegen Arabiens“ ein. Es sind die Ausläufer des Hajar-Gebirges, die hier ins Meer abfallen und mittlerweile unter Tauchern als Geheimtipp gelten. In den Unterwasserschluchten warten Korallengärten und Seeanemonen auf die Naturfreunde. Farbenprächtige Tropenfische schwirren durch glasklares Wasser und Delphine beschnuppern neugierig die menschlichen Besucher. Doch auch Bergtouren sind auf Musandam ein beliebter Sport. Bis in 2000 Metern Höhe kann der geübte Kletterer hinaufsteigen und das Panorama der fantastischen Felsformationen genießen. Touristen wohnen in der Distrikt-Hauptstadt Khasab, die einen lebhaften Hafen zu bieten hat. Mancher Urlauber empfindet klammheimliche Freude, wenn er das Hin und Her der Schmugglerboote beobachtet.