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Dhofar

Regelmäßig schickt der Monsun von Mitte Sommer bis zum Herbstanfang einige Wolken nach Dhofar und sorgt so für eine ganz eigene Vegetation. Die Südprovinz Omans ist auch die Heimat des Weihrauchbaumes, der dort vor über 2000 Jahren für einen frühen wirtschaftlichen Boom sorgte. Das Harz des Baumes transportierten Karawanen zu den Handelsplätzen nach Norden. Die Weihrauchstraße führte von Dhofar ausgehend zu den Häfen des Mittelmeeres. Bis heute hüten viele Familien in Dhofar die Mixturen aus Harz und anderen Zutaten wie ein Staatsgeheimnis. Wer auf der Weihrauchstraße mit dem Jeep nach Norden fährt, gelangt zu frühgeschichtlichen Stätten von Al Baliid, Shisr und Samsharam. Die beliebten Ausflugsziele sind Weltkulturerbe der UNESCO. Noch viel ältere Spuren fanden Wissenschaftler an einigen Felsformationen: Dort sind steinzeitliche Malereien geheimnisvoller Erstbesiedler in der rauen Landschaft erhalten. Im Osten Dhofars schiebt sich die riesige Wüste „Rub-al-Chali“ noch in die Südprovinz und geht in eine steinige Savanne über. Die Geröllsteppe steigt dann als Kara-Gebirge an und reicht stellenweise bis an die Küste. Beeindruckende Klippen stehen im Kontrast zu feinsandigen Stränden. Vor der Küste liegen die „Churiya-Muriya-Inseln“. Wenige Einwohner fristen dort ein Dasein als Fischer und nur selten kommen Abenteuer-Touristen dorthin, um präislamische Monumente zu besichtigen oder Bernstein zu sammeln.