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Al Wusta

Zentral-Oman ist ein gigantischer und vielfältiger Naturraum. Die östlichsten Ausläufer der größten Sandwüste der Erde prägen die Region zur Grenze nach Saudi-Arabien. Die „Rub-al-Chali“ geht dann nach Osten erst in eine Geröllwüste über, bevor die Gegend mit einem Strand in den Indischen Ozean abfällt. Bis auf umherstreifende Beduinen trifft der Tourist in Al Wusta kaum andere Menschen. Dafür ist die Provinz für Naturbeobachter umso interessanter. Sehr seltene zoologische Spezialitäten sind mit etwas Geduld und Ausdauer vom Jeep aus zu entdecken. Die Arabische Oryx-Antilope konnten Wissenschaftler nach ihrer Ausrottung wieder ansiedeln. 20 Exemplare entnahmen Züchter aus Tiergärten in den USA und wilderten die ansehnlichen weißen Horntiere im Reservat „Jiddat al Harasis“ aus. Viele andere Tiere wie Arabische Gazellen, Wüstenfüchse und das Schwarze Stachelschwein beweisen in der Wüste die Anpassungsfähigkeit der Säugetiere. Kaum zu glauben, dass es in Al Wusta auch einen Binnensee gibt. Wie nicht anders zu erwarten, existieren hier Lebewesen, die die ein besonderes Naturphänomen erzeugen: Algen färben das Wasser des Sees bei Khor Gawi in grelles Rosa. Passend dazu scheint Allah die hellroten Flamingos hier erschaffen zu haben. Nicht minder erstaunlich ist die Küste des Indischen Ozeans: Wer gerade noch in der Wüste steht, sieht von Ferne die springenden Delphine und riesige Wale im offenen Meer.